Du erwartest ein schwingendes Pendel, mystisches Zauberwerk, Kontrollverlust oder Manipulation? Das ist immer noch eine weit verbreitete Vorstellung von Hypnose.

In der Realität versteht man unter einer hypnotischen Trance einen veränderten Bewusstseinszustand, in dem wir einen besseren Zugang zu unserem Unterbewusstsein erhalten und damit die Möglichkeit, Lösungsansätze für den gewünschten Erfolg zu finden. Trance-Zustände sind im Grunde Zustände konzentrierter Bewusstheit.  Das Ziel eines Trance-Zustandes ist es, aus starren Denkmustern des Alltags herauszukommen und sich dadurch für neue Denkweisen oder das Wahrnehmen anderer Realitäten zu öffnen.

Die Psychologie unterscheidet nach dem Modell von Sigmund Freud zwischen unserem Bewusstsein, also dem logischen Denken und allem, was uns gerade bewusst ist und dem Unterbewusstsein oder Unbewusstem. Mit dem Bewusstsein teffen wir Entscheidungen, nehmen Erlebnisse, Geschehnisse und Bilder auf. In unserem Unterbewusstsein befinden sich alle Prägungen, Muster, Erfahrungen, Glaubenssätze aber auch unsere Potenziale. Damit ist das Unterbewusstsein die Summe aller positiven und negativen Erinnerungen, Vorstellungen und Motive, die gerade nicht aktiv sind.

Nun sind uns Menschen nur 10% unserer Psyche bewusst, 90% unserer Handlungen laufen unterbewusst ab. Damit haben wir auf 90% unserer Gedanken, Gefühle und Handlungen zunächst keinen Einfluß. Dies lässt sich gut mit einem Eisberg vergleichen; oberhalb der Wasseroberfläche ist nur eine kleine Spitze erkennbar, der im Wasser verborgene Teil kann riesige Ausmaße haben.

Wir glauben oft, eine bestimmte Entscheidungen bewusst getroffen zu haben, meist hat aber das Unterbewusstsein schon längst die Entscheidungen für uns gefällt, ehe uns dies bewusst wird. Unserer bewussten Entscheidungen geht also immer eine unbewusste Entscheidung voraus. Das Unterbewusstsein steuert so nicht nur unser Verhalten und unsere Gefühle, sondern auch körperliche Reaktionen, ähnlich einem inneren Navigationssystem, das unsere „Routen“ speichert und lenkt.

Unser Unterbewusstsein hat damit sehr viel Macht und Einfluss auf uns und unser Leben. Was wäre, wenn wir nun diese 90% auch beeinflussen könnten?

Wissenschaftliches

Das Wort Hypnose stammt vom griechischen Wort „Hypnos“ ab und bedeutet „der Schlaf“.
Seit Beginn der Menschheit gibt es das, was wir heute Hypnose nennen. Archäologische Funde bestätigen, dass bereits die Maya, die Sumerer, die Ägypter, die Griechen und die Römer Hypnosen und Trancen für Zeremonien, Prophezeiungen und Heilwesen angewendet haben.

Im Lexikon der Psychologie wird Hypnose als ein Zustand tiefer Entspannung bezeichnet. Dieser Zustand (auch Trance genannt) gleicht in vielem der Einschlafphase und ist durch Entrücktheit, veränderte Wahrnehmung und ein vermindertes Bewusstsein gekennzeichnet. Der Hypnotisierte ist dabei körperlich tief entspannt, während er geistig konzentriert, fokussiert und seine Aufmerksamkeit nach innen gerichtet ist. Damit entsteht eine große Aufnahmebereitschaft für neue Wege und Möglichkeiten. In einem Trance-Zustand ist der Zugang zu all diesen Dingen einfach möglich.

Kurz: Unter Hypnose ist der Mensch handlungsfähig, ansprechbar und kann den Zustand jederzeit selbständig wieder beenden. Niemand ist gegen seinen Willen hypnotisierbar.

„Alles, was fasziniert und die Aufmerksamkeit eines Menschen festhält oder absorbiert, könnte als hypnotisch bezeichnet werden.“ (Milton H. Erickson)