– die innere Widerstandskraft steigern

Resilienz wird als seelische Widerstandsfähigkeit in sehr belastenden, stressigen, risikobehafteten und traumatischen Situationen verstanden.

Kurz: Resilienz ist die Fähigkeit, aus Krisen Energien und Stärke zu entwickeln. Ein Resilienztraining zeigt Wege, wie es gelingen kann mit Belastungen angemessener umzugehen und dabei auch psychisch und physisch gesund zu bleiben.

Eine Liebe endet, ein nahestehender Mensch stirbt, ein Arbeitsplatz wird gekündigt oder wird unerträglich stressig, der Partner geht fremd: Ereignisse wie diese können „den Boden unter den Füßen entziehen“.

Ziel des Trainings ist es, die Resilienz, also die innere Widerstandsfähigkeit zu stärken. Im Training werden die personalen und sozialen Gesundheitsressourcen gefördert, die nachweislich zur Aufrechterhaltung und Steigerung des körperlichen, sozialen und seelischen Wohlbefindens beitragen.

Oder in einfachen Worten ausgedrückt: Das Training soll die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fit machen, in einer – auch dauerhaften – Stress-Situation auf genug innere Stärke und Widerstandskraft zurückgreifen zu können, um gut mit eventuellen Belastungen und Umbruchsphasen umgehen können.

Es hat Überschneidungen mit klassischen Stressmanagement-Training, unterscheidet sich allerdings dadurch, dass es eher vorbeugenden Charakter hat und nicht erst ansetzt, wenn die Arbeitssituation bereits als zu belastend wahrgenommen wird.

Das Training basiert auf dem durch die „Zentrale Prüfstelle  Prävention“ (ZPP) zertifizierten und DEKRA geprüften Resilienzkonzept „LOOVANZ“.

Programm für Gruppen & Teams

Das Präventivprogramm für Gruppen und Teams zielt auf die Förderung von personalen und sozialen Gesundheitsressourcen, die nachweislich zur Aufrechterhaltung und Steigerung des körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens beitragen, ab. Mithilfe des Resilienztrainings lernen die Teilnehmer/ innen wichtige Kompetenzen im multimodalen Stressmanagement und zum gesundheitsförderlichen Verhalten kennen. Sie nehmen sich selbstsicherer wahr, verbessern ihre Handlungsfähigkeit und erkennen ihre persönlichen und beruflichen Kompetenzen.

Inhalte (u.a.)

+ Systematisches Trainingsprogramm für Gruppen und Teams auf der Basis verhaltenstherapeutisch orientierter Gruppenberatung
+ Status quo bestimmen
+ Akzeptanz – Annehmen der Situation als erster Schritt zur Bewältigung
+ Optimismus – Entwicklung einer positiven Lebenseinstellung
+ Verantwortungsübernahme – Verantwortung für die Konsequenzen des eigenen Handelns übernehmen
+ Lösungsorientierung – Zusammenhang von lösungsorientiertem Denken, Handeln und persönlicher Einstellung
+ Zukunftsorientierung – Halt durch persönliche Ziele und Zukunftspläne
+Rollenverhalten – Rollenverhalten verstehen – die Opferrolle verlassen!
+ Zielbestimmung
+ Netzwerkorientierung – Halt und Unterstützung durch persönliche Beziehungen und Netzwerke
+ Möglichkeiten des mentalen Trainings – Zusammenhang von mentaler Stärke und Resilienz – praktische Übungen
+ Ganzheitlicher Ansatz & Bewältigungsstrategien unter Einbeziehung der somatischen, kognitiven und emotionalen Ebene
+ Einbeziehung des sozialen Umfeldes
+ Orientierung an den individuellen Bedarf und Stressproblemen der Teilnehmer/innen
+ Gruppenarbeit, Gruppendiskussion
+ Umfangreiche Anleitung für den Einsatz der Übungen im Alltag
+ Anleitung zur Selbstbeobachtung und Selbsthilfe

Fehlzeitenreport der Krankenkassen
Ergonomische Bürostühle, sorgfältig aufgestellte Computerbildschirme in den Büros, Roboter für schwere Traglasten in den Fabriken: Die körperlichen Belastungen haben die Arbeitsmediziner inzwischen erfolgreich gemindert. Stress und psychische Belastungen haben sie dagegen immer schlechter im Griff.

Das belegen auch die Zahlen der Krankenkassen:
Zu den Stresssituationen, die Auslöser seelischer Erkrankungen sein können, gehören laut dem ebenfalls gestern vorgestellten Fehlzeiten-Report 2017 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK neben Konflikten am Arbeitsplatz – z.B. wegen mangelnder Kommunikation, hohen Arbeitsdrucks und -tempos sowie der Forderung nach ständiger Erreichbarkeit – auch persönliche Krisen. Bereits jeder zweite Befragte (52 Prozent) hat solche Krisen erlebt, die großen Einfluss auf Leben und Arbeit haben. Ausgelöst wurden sie beispielsweise durch Erkrankungen in der Familie, Trennung, Tod des Ehepartners oder finanzielle Probleme. Jeder Dritte fühlt e sich aufgrund des kritischen Lebensereignisses unzufrieden mit der Arbeit (37 Prozent), berichtete häufiger über körperliche und psychische Beschwerden oder hat sich krank gemeldet (34 Prozent). Auch bundesweit ist die Zahl der Arbeitsausfälle wegen psychischer Probleme in den vergangenen zehn Jahren um 79,3 Prozent und damit überproportional stark gestiegen, wie aus dem Wido-Fehlzeiten-Report hervorgeht. Die dadurch verursachten Ausfallzeiten am Arbeitsplatz liegen mit 25,7 Tagen je Fall doppelt so hoch wie der Durchschnitt bei allen anderen Krankheitsbildern (11,7 Tage). Quelle: https://www.svz.de/17834976 ©2017